Die Merck BKK ist eine geschlossene Betriebskrankenkasse mit Sitz in Darmstadt. Sie versichert ausschließlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Merck-Gruppe sowie deren Familienangehörige. Mit rund 33.795 Versicherten (Stand: 01.04.2026, Quelle: krankenkassen.de) gehört sie zu den mittelgroßen betriebsbezogenen Kassen in Deutschland. Gegründet am 18. Oktober 1884, ist sie eine der ältesten Betriebskrankenkassen des Landes.
Der Zusatzbeitrag beträgt seit dem 1. Juli 2025 3,97 Prozent (Quelle: merck-bkk.de, Wikipedia). Zusammen mit dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent ergibt sich ein Gesamtbeitragssatz von 18,57 Prozent (2026). Der Zusatzbeitrag liegt damit deutlich über dem GKV-Durchschnitt von 2,54 Prozent (2026, GKV-Spitzenverband). Die Beitragsbemessungsgrenze 2026 beträgt 5.812,50 Euro monatlich.
Daten und Kontakt
Adresse: Frankfurter Straße 129, 64293 Darmstadt (seit 2016)
Telefon: 06151 72 2256
Fax: 06151 375 412
Website: www.merck-bkk.de
Mitgliedschaft: Betriebsbezogen – ausschließlich für Merck-Mitarbeitende, deren Familienangehörige sowie Kinder und Ehepartner ehemaliger Mitglieder. Selbstständige können sich freiwillig versichern, sofern sie zuvor dem Merck-Konzern angehörten.
Leistungen und Besonderheiten
Die Merck BKK bietet neben den gesetzlichen Pflichtleistungen ein Bonusprogramm, mit dem Versicherte bis zu 140 Euro jährlich zurückbekommen können – etwa durch Vorsorgeuntersuchungen, Schutzimpfungen und sportliche Aktivitäten. Zusätzlich werden bis zu 100 Euro jährlich für Leistungen außerhalb des GKV-Katalogs erstattet.
Weitere Leistungsangebote umfassen: Präventionskurse und Gesundheitsreisen, digitale Gesundheitsangebote (ePA, E-Rezept, Meditations-App 7Mind), Gesundheitsportal VION, Darmkrebsfrüherkennung mit kostenlosen Testkits ab 18 Jahren, Telemedizin sowie einen Facharzt-Terminservice. Beratung erfolgt direkt vor Ort in den Merck-Betrieben ohne Call-Center-Struktur.
Geschichte
Die Kasse wurde am 18. Oktober 1884 als "Kranken-Casse der Chemischen Fabrik E. Merck zu Darmstadt" gegründet – als Reaktion auf Bismarcks Krankenversicherungsgesetz von 1883. 1904 umbenannt in "Betriebskrankenkasse der Firma E. Merck", trug sie lange den Namen BKK Merck, bevor 2014 die heutige Bezeichnung Merck BKK eingeführt wurde. Fusionen mit anderen Kassen gab es nicht; die Kasse blieb stets selbstständig und betriebsbezogen.